Pflegegrad erhöhen: Höherstufung beantragen

Steigt der Pflegebedarf, können Sie eine Höherstufung des Pflegegrads beantragen – formlos bei der Pflegekasse.
So gehen Sie vor
- Veränderten Pflegebedarf dokumentieren (Pflegetagebuch über 1–2 Wochen)
- Formlosen Höherstufungsantrag bei der Pflegekasse stellen
- Erneute Begutachtung durch den Medizinischen Dienst
Den voraussichtlichen Grad können Sie vorab mit dem Pflegegrad-Rechner einschätzen. Grundlagen im Ratgeber Pflegegrad beantragen.
Wann sich eine Höherstufung lohnt

Typische Auslöser sind eine fortschreitende Demenz, ein Sturz mit bleibenden Folgen, ein Schlaganfall oder schlicht der allmähliche Verlust der Selbstständigkeit. Schon ein Grad mehr bedeutet spürbar höhere Leistungen: Zwischen Pflegegrad 2 und 3 steigt die Pflegesachleistung etwa von 796 € auf 1.497 € im Monat. Es lohnt sich also, den Antrag nicht hinauszuzögern – denn auch hier gilt: Leistungen gibt es erst ab dem Antragsmonat.
Was, wenn die Höherstufung abgelehnt wird?
Auch gegen einen ablehnenden Höherstufungsbescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Wie das geht und worauf es ankommt, lesen Sie unter Pflegegrad abgelehnt? So legen Sie Widerspruch ein. Tipp: Dokumentieren Sie die Verschlechterung mit einem Pflegetagebuch und Arztberichten – das ist das stärkste Argument bei der erneuten Begutachtung.
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